Camagüey
Die drittgrößte Stadt Kubas, Camagüey, sollte bei jedem Kuba-Besuch besichtigt werden. Sie ist eine der schönsten und landschaftlich reizvollsten Städte der Insel. Kennzeichnend für Camagüey sind die mit roten Ziegeldächern gedeckten Häuser, die engen Gassen und die vielen Kirchen und kolonialen Plätze. Für Touristen besteht ein besonderer Reiz von Camagüey auch darin, dass die Stadt im Gegensatz zu anderen Städten Kubas bisher von großem Touristenrummel verschont blieb. Das ermöglicht dem Besucher einen unverfälschten Blick auf die kubanische Kultur und Lebensart.
Sehenswürdigkeiten
Die Sehenswürdigkeiten Camagüeys sind über die gesamte Stadt verstreut. Sie lassen sich aber dennoch zu Fuß ein einem etwa einstündigen Rundgang besichtigen. Da Camagüey über zahlreiche interessante Bauwerke und weitere Sehenswürdigkeiten verfügt, können hier nur einige davon näher vorgestellt werden.
Nördlich des Hauptbahnhofes liegt das Museo Provincial Ignacio Agramonte, das in einer ehemaligen Kaserne untergebracht ist. Das Museum beherbergt eine Sammlung zur regionalen Geschichte sowie eine kleine naturkundliche Ausstellung. Auch kubanische zeitgenössische Maler stellen hier von Zeit zu Zeit ihre Werke aus. Das Museum ist Dienstag bis Samstag von 9-17 Uhr und sonntags von 9-12 Uhr geöffnet.
An der Plaza de los Trabadores befinden sich die im 18. Jahrhundert erbaute Kirche Iglesia de nuestra Señora de la Merced und das Museo Casa Natal Igancio Agramonte, das Geburtshaus des bekannten Unabhängigkeitskämpfers. Die Iglesia de nuestra Señora de la Merced ist für das mit 23 000 Silbermünzen geschmückte Grab der Heiligen bekannt. Im Geburtshaus des Unabhängigkeitskämpfers Ignacio Agramonte findet sich ein Museum, das viele Ausstellungsstücke aus der Zeit der Ausarbeitung der ersten Verfassung Kubas 1869 und des Unabhängigkeitskrieges darbietet.
An der Ecke Calle República und Ave. Agramonte liegt die Iglesia de nuestra Señora de la Soledad. Diese rote Barockkirche stammt aus dem 18. Jahrhundert. Im Inneren der Kirche sind einige sehenswerte barocke Fresken zu besichtigen.
Auf der Calle Padre Valencia Nr. 2 liegt das Casa de Artesania. Dort können Besucher kubanisches Kunsthandwerk aus Holz, Keramik, Leder und vielen anderen Materialien erwerben.
Das Wahrzeichen der Stadt, die großen roten Tonkrüge (Tinajones) sieht man am Platz Parque Ignacio Agramonte. Die Tonkrüge wurden früher als Wasserspeicher genutzt und dienten gleichzeitig als Symbol für Wohlstand. Auf dem Parque Ignacio Agramonte steht auch eine Statue des Unabhängigkeitskämpfers, nach dem der Platz benannt ist. Ein wichtiges Symbol sind die vier Königspalmen, die jeweils in eine Ecke des Platzes gepflanzt wurden. Sie stehen für die vier Unabhängigkeitskämpfer, die von den Spaniern hingerichtet wurden.
Ausgehen
Camagüey verfügt über ein reiches Nachtleben. An den Wochenenden ist das Treiben in den Gassen der Stadt besonders bunt. Jeden Samstag gibt es auf der Calle República Live-Musik und Tanz. Dazu bieten die Restaurants auf ihren Außenplätzen Essen und Getränke an.
Live-Musik gibt es auch im Casa de la Trova Patricio Ballagas. Hier wird täglich außer montags von verschiedenen Bands kubanische Musik präsentiert.
Essen und Trinken
Viele der zahlreichen Restaurants, Bars und Cafés von Camagüey findet man im Zentrum, auf den Straßen Calle de República und Calle Maceo. Die Auswahl an guten Restaurants in allen Preisklassen ist groß. Auf den Speisekarten stehen sowohl kubanische Spezialitäten (vor allem gegrillte Fleisch- und Fischgerichte) als auch europäische Küche.
Liebhaber süßer Getränke sollten unbedingt den Zuckerrohrsaft (Guarapo) probieren. Er ist alkoholfrei, wird mit Eiswürfeln serviert und ist bekannt für seine gesundheitsfördernde Wirkung. Es gibt ihn in den Supermärkten, z.B. im Mercado Agropecuario in der Calle Matadero. Dort kann man auch bei der Zubereitung zusehen.
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