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Promenade Old Havana - Entree der Sehenswürdigkeiten


Leider kommen die meisten Touristen nicht mehr über das Meer angereist. Dennoch sollte man seine erste Tour durch Havana am Malecón starten, als kleines Ritual sozusagen. Es muss nicht unbedingt zum Sonnenuntergang sein. Der erste Kontakt zu Land und Leuten ist gerade an diesem Teil der Stadt besonders entspannt. Verliebte Pärchen sitzen auf den Kaimauern, Kinder schwimmen und springen ins Meer.

 

Jung und Alt vertreiben sich hier bei einem Schwätzchen die Zeit. Das Wasser ist sauber, im Gegensatz zu manch anderen "Malecóns" in der Karibik. Müll hat man ja keinen, den man ins Meer werfen würde. Denn alles wird recyclet auf Kuba, und das ist neben den fröhlichen Menschen und den ersten Kontakten schon sehr erfreulich, als erste Erfahrung sozusagen, und vielleicht der Beginn einer großen Liebe.

 

 



Natürlich ist man zunächst ebenso entzückt wie enttäuscht von all den Palästen vergangener glorreicher Zeiten. Ob spanische Kaufleute oder amerikanische Mafiabosse - am Malecón, das war die bevorzugte Lage, bevor die Revolution kam und die alten Häuser sich selbst überlassen wurden. Jetzt wird saniert, was das Zeuge hält, aber dennoch: diesem Charme von Belle Epoque, Jugendstil und Art Deco verfällt man sofort. Wer in die Häuser hineinschaut, erlebt so einiges.

 

Man findet zum Beispiel Gründerzeitvillen, in denen die Wände mit Fliesen überzogen sind, bemalt mit Motiven des spanischen Malers Goya. Auf jeden Fall waren sie reich, die Leute, die hier vom Balkon übers Meer schauen konnten. Leider verfault gerade hier am Malecón, Havanas berühmter Promenade, die Kolonialarchitektur noch schneller, weil das Meer auch noch an den Häusern nagt. Jedoch wenn man sieht, wie man sich um die Restaurierung bemüht, weiß man, dass sich der Aufwand lohnen wird. Zudem investiert die Unesco nicht in Privathäuser, also bleibt alles bei privaten Investoren.

 

 

Havanna in Kuba

 

 

Erfrischungen und Imbisse gibt es an den vielen fahrbaren Ständen mit "Fisch und Chips", oder man biegt in die vielen Gassen ein, die von der Promenade Old Havana abgehen und findet eine nette Bar. Den Son braucht man nicht zu suchen, den tanzt man auf der Straße. Die Promenade Old Havana gehört zum Vieja Viertel. In diesem Viertel, am Kanal und am Hafen wohnen nur Kubaner. In jeder Seitenstraße wird man der architektonischen Kleinode fündig.

 

Alle Stilmixe gibt es hier. Bestes Beispiel ist die Calle 23, herausragende architektonische Sehenswürdigkeiten in Stilmixen gibt es hier: z. B. Art Deco, Neoklassizismus, Neugotik, Jugendstil und vieles mehr. Weitere Highlights für Sehenswürdigkeitenentdecker sind die Forts/Befestigungsanlagen, das "Castillo del Morro", das "la Cabana", das "Castillo de la Real Fuerza" (Waffenmuseum), alle unweit der Hafeneinfahrt gelegen. An das Castillo grenzt die "Plaza de Armas", der älteste Platz Havanas. Praktisch um die Ecke gelangt man zur "Plaza de la Catedral" mit ihrer restaurierten Kathedrale.

 

 

 

 

 

Unübersehbar in der Nachbarschaft das "Cafe el Patio". Nur wenige Meter davon entfernt liegt die "Bodeguita del Medio" von der aus man eine Hemingway-Zechtour starten kann. Ganz in der Nähe befindet sich das ehemalige Bacardigelände. Geht man vom Prado zum Malecón, blickt man auf das Fort "la Punta" und das Denkmal für M. Gomez. Zur Landseite steht der ehemalige Präsidentenpalast, indem sich heute das Revolutionsmuseum befindet, daneben ist auch gleich das Museo Nacionál.

Eine weitere Kneipentour beginnt man am besten in der "Calle Obispo",
in der auch Hemingways Stammkneipe "Floridita" liegt. Auf dem Weg gibt es Szenebars wie das "Cafe Paris" und das "Lluvia de Oro" sowie das Hotel "Ambos Mundos". Die "Obispo" führt auch zur "Plaza de Armas", einem belebten Platz mit Hotels, fliegenden Händlern und dem Stadtmuseum. Devotionalien der Revolution und Salsa-Musik kann man hier günstig kaufen. Ein paar Schritte weiter geht man über die Calle "Oficios" zur Plaza San Francisco und schaut den Kreuzfahrtschiffen zu.

 


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