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„Complejo Morro-Cabaña“ - einst eine uneinnehmbare Festung, heute Touristenattraktion
Um es vorweg zu sagen, für den „Complejo Morro-Cabaña“ sollte man sich einen ganzen Tag Zeit nehmen, und man muss wissen, dass es sich um ein gewaltiges historisches Gelände handelt, das in seiner Art und seinen Sehenswürdigkeiten einmalig auf dieser Welt sein dürfte. Wer sich einen Reiseführer in Deutschland oder auf Kuba kauft, wird zwei verschiedene Bezeichnungen für diese Anlage vorfinden: „Gran Parque Morro-Cabaña“ oder auch „Parque Histórico Militar Morro-Cabaña“. Und noch ein Tipp: Unbedingt eine Fotoapparat mitnehmen, die Fotomotive sind einmalig und spektakulär.
Es ist in erster Linie ein historischer Militärpark mit sehr interessanten Festungsanlagen, einigen Museen und noch mehr Kanonen, aber mit dem in der Tat schönsten Überblick auf Havanna und über den Atlantik. Innerhalb des „Complejo Morro-Cabaña“ kann man die Festungen „La Cabaña“, die Kubaner nennen sie die „Hütte“, aber auch „Fortaleza de San Carlos de la Cabaña“, und das „Castillo de los Tres Reyes del Morro“, Morro - die Burg der drei Könige von Morro, besichtigen. Die Festung „Fortaleza de San Carlos de la Cabaña“ ist vermutlich die größte spanische Festung, die jemals im gesamten amerikanischen Raum gebaut wurde.
„La Cabaña“, über der engen Einfahrt am Ostufer der Bahia Havanna, wurde auf Befehl des spanischen Königs Carlos III. von 1763 bis 1774 erbaut. Wie jeder Besucher sofort erkennen kann, hat man „La Cabaña“ an der besten Stelle gebaut, um Havanna und den Hafen perfekt verteidigen zu können. Die gesamte Anlage besteht aus unzähligen Gräben, Zugbrücken, Terrassen, Schutzwällen und den noch gut erhaltenen Unterkünften für Soldaten, wo sich auch die historischen Zisternen und Lagerräume befinden. Die unglaublich dicke Schutzmauer, die die Festungsanlage komplett umgibt, ist etwa 700 Meter lang und besteht ausschließlich aus Felsen. Viele Jahre hatte die Festung den Ruf, uneinnehmbar zu sein.
Im Jahre 1589 wurde mit dem Bau des „Castillo de los Tres Reyes del Morro“ begonnen. Mit dem Bau der größeren Festungsanlage, die „Fortaleza de San Carlos de la Cabaña“, wurde erst 1763 begonnen, nachdem die Engländer Kuba verlassen haben. Für die jüngste kubanische Geschichte von großer Bedeutung ist das Museum „Museo Memorial Comandancia del Che“, das ebenfalls in der Festungsanlage „La Cabaña“ untergebracht ist. Im Jahre 1958 war es die Kommandozentrale der Revolutionärs-Legende Ché Guevara. Heute ist die Festung Stützpunkt der Revolutionären Streitkräfte Kubas (FAR) und eine wahre Touristenattraktion. Hier kann man sich mit den ausgefallensten Ché-Guevara-Souvenirs eindecken. Besichtigen kann man auch das „Museo de Armas y Fortificaciones“, das historische, sehenswerte Waffenmuseum.
Von der Festungsanlage „La Cabaña“ wird täglich seit 1898 der „El cañonazo de las nueve“, der „Kanonenschuss um neun Uhr“, vorgeführt. Einst war es das Zeichen für Bürger Havannas, dass die Stadttore geschlossen werden. Verbinden kann man „El cañonazo de las nueve“ mit einem Essen in romantischem Ambiente entweder im Restaurant „Los doce Apostoles“, „Die zwölf Apostel“, oder im „La Divina Pastora“, im „Göttlichen Pastor“, denn nirgendwo sind die Sonnenuntergänge schöner und romantischer.
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