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Baconao Nationalpark - vielseitiges Naturreservat


Circa 30 Kilometer im Nordosten der Stadt von Santiago de Cuba beginnt das UNESCO-Naturschutzgebiet Baconao Nationalpark. Die Weg dorthin verläuft in engen, sich entlang schlängelnden Serpentinen durch eine Bergwelt, geprägt von dunklen Nadelwäldern, welche hin und wieder prachtvolle Panoramablicke auf das angrenzende Meer bietet.

 

Der Park erstreckt sich über mehr als 80.000 Hektar Fläche und beherbergt eine artenreiche Flora und Fauna. In der steppenartigen Parklandschaft findet der Besucher eine der touristischen Hauptattraktionen des Landes vor. Die gesamte Region besitzt tropisches Savannenklima. Diese grenzen jedoch stellenweise an Zonen des tropischen Trockenklimas. Hierdurch wechseln sich zum Teil dicht bewachsene Bereiche mit steppenartigen Zonen und Kakteen ab.

 

 

 

 


Wesen aus vorgeschichtlicher Zeit kann man hier zumeist in Originalgröße bestaunen. Monströs wirkende Echsen, furchteinflößende Saurier und andere Geschöpfe wurden 1982 von einem einheimischen Künstler gestaltet und ziehen sich auf beiden Straßenseiten entlang. Ein weiterer Besuchermagnet, La Gran Piedra, zieht Reisende in seinen Bann. Der circa 50 Meter hohe Fels vulkanischen Ursprungs hat ein Gewicht von schätzungsweise mehr als 63 Tausend Tonnen.
Beim Erklimmen der 459 steinernen Stufen zur Spitze des Felsens steht der Wanderer schließlich 1234 Meter über dem Meeresspiegel, um anschließend atemberaubende Ausblicke genießen zu können. Erzählt wird, man könne in einer klaren Nacht die Lichter von Jamaica sehen.


Weiter im Inneren des Landes und ein Stück darunter findet der Besucher La Isabelica, eine Kaffeeplantage französischer Kolonisten, welche nach etwa 30 Gehminuten zu erreichen ist. Ein schmaler Pfad führt zu einer wieder hergerichteten Kaffeemühle. Ebenfalls erwähnenswert ist eine Besichtigung des Zoos mit eigenem Aquarium, das 30 Meter in die Tiefe reicht und über einen Untersee-Tunnel verfügt. Im Delphinarium finden regelmäßig Shows statt. Der Botanische Garten Jardin Ave de Paraiso, Garten des Paradiesvogels, wurde 1890 erschaffen und glänzt mit einer Vielzahl von farbenprächtigen Gärten mit einzigartigen Ansichten und Düften.

 

 

 

 


Auf dem Bauernhof Granjita Siboney residierten die von General Castro geleiteten Revolutionäre auf die Moncada-Kaserne jene Nacht vor dem Sturm des 26. Juli 1953. Auf dem riesigen Gebiet, welches parallel zur Küstenstraße verläuft befindet sich zudem eine weitere tagesfüllende Attraktion: das Oldtimer-Museum von Santiago. Hier stehen einige, zum Teil sehr wertvolle Autos, aus den Jahren 1912 bis 1970 und, unter anderem, der einst von Fidel Castros Vater gefahrene 1929er Ford A. Aufgrund der Situation des Landes nagt neben dem Zahn der Zeit auch das Salz der Meere an den Exponaten


Im Museum der Geschichte des landwirtschaftlichen Transports werden über 2500 verkleinerte, maßstabsgetreue Fahrzeugnachbildungen präsentiert.
Hinter beinahe jedem Hügel des Baconao Nationalparks entdeckt man neue Ausblicke und Strände. Die zunächst unscheinbar wirkende Lagune umfasst ein Gebiet von vier Quadradmetern Ausmaß und überrascht den Betrachter mit erstklassigen Fotomotiven. Weiterhin interessant ist das Restaurant, wo man spezielle Gerichte mit Meeresfrüchten probieren kann. Direkt nebenan befindet sich ein rekonstruiertes Indianerdorf der Taíno. Um den Erhalt all dieser einzigartigen Natur- und Kulturschätze zu bewahren, ernannte die UNESCO den Baconao Nationalpark 1987 zum schützenswerten Biosphärenreserva


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