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Santiago de Cuba

 

Im Osten Kubas liegt die Provinz Santiago de Cuba. Hier trafen sich seit der Kolonialisierung Südamerikas die spanische und die karibisch-indigene Kultur, die afrikanische, die franco-haitianische und die europäische Kultur und sie vereinigten sich zur kubanischen Lebensform. Wohl auch mit aus diesem Grund wurden in dieser Region während des kubanischen Unabhängigkeitskrieges und während der kubanischen Revolution einige der wichtigsten Kämpfe ausgetragen.


Noch bis heute bestimmen diese unterschiedlichen kulturellen Strömungen das vorherrschende Lebensgefühl, das die Region Santiago de Cuba zu etwas ganz Besonderem macht. Musik und Tanz sind hier sehr wichtige Elemente des Lebens, noch mehr als in den anderen karibischen Ländern und Regionen. Verschiedene, für Europäer sehr fremdartige, Religionen finden sich hier, mystische Bräuche und Riten prägen den Alltag, Hand in Hand mit einer immensen Lebenslust und einer großartigen Gelassenheit gegenüber den unwichtigeren Dingen des Lebens.

 

 



Die gleichnamige Hauptstadt der Provinz Santiago de Cuba ist bis heute das Zentrum der kubanischen Kultur geblieben, ein idealer Ort, um einen eindrucksvollen nachhaltigen Urlaub zu genießen.


Ein großer Teil des karibischen Lebens findet im Freien statt. Sehr viele historisch gewachsene Plätze der Stadt erzählen deshalb im Zusammenspiel mit der kolonialen Architektur und den wunderschönen, Schatten spendenden Parks, alles Wichtige über die kubanische Geschichte. Märkte mit reichhaltigem Angebot, zahlreiche Museen, wunderbare, etwas weiter außerhalb Santiagos auch ruhige Sandstrände, abgerundet mit stimmungsvollen Abenden in landestypischen Tavernen, Salsa-Diskotheken oder Bars mit immerwährender Livemusik, lassen keine Wünsche offen.


Ende Juli während der Tage des Carneval Oriente ist die ganze Stadt im Aufruhr. Viele Straßen werden für den Verkehr gesperrt und überall sind Musikgruppen anzutreffen, es wird ohne Unterbrechung getanzt und gefeiert. Die Tradition des Carneval geht zurück bis in die Sklavenzeit und wird am letzten Feiertag mit einem großen traditionellen Umzug beschlossen.

Die Provinz Santiago de Cuba bietet neben der Hauptstadt sehr viel Sehenswertes für touristische Ausflüge. Seien es kleinere Exkursionen in Stadtnähe mit dem Fahrrad, die eine intensive Nähe zu den wunderschönen natürlichen und landschaftlichen Gegebenheiten ermöglichen, oder Fahrten mit dem Auto zu Aussichts- und Besichtigungspunkten, die einen umfassenden Einblick in das Leben der ganzen Region vermitteln.
Die Provinz wird überragt von der Sierra Maestra, im flachen Land finden sich vor allem Zuckerrohr- und Kaffeeplantagen, Tabakfelder und Weideflächen für Rinder und Pferde.


Unweit der Stadt auf dem Weg Richtung Sierra Maestra liegt Siboney mit einem der vielen wunderschönen Strände Kubas. Von Sibonay aus führt ein Wanderweg durch ein ökologisches Reservat zur Höhle mit den sieben Böden, einer ehemaligen Forschungsstation zur Untersuchung der örtlichen Gesteinsformationen.

Ein Ziel vieler Touristen, aber auch vieler einheimischer Gläubigen ist die Basilika de Virgen de la Caridad del Cobre. In den Ausläufern des Gebirges der Sierra Maestra gelegen, beherbergt die Kapelle die sterblichen Überreste der kubanischen Nationalheiligen. El Cobre war im 16. Jahrhundert die größte Kupfermine der Kolonialstaaten, auch heute wird hier noch Kupfererz gefördert.


In 1234 Meter Höhe auf der Sierra Maestra liegt der Gran Piedro, ein Monolith, dessen Herkunft unklar ist. Von hier aus ist im klaren Licht der Morgenstunden ein herrlicher Ausblick über die Provinz Santiago de Cuba möglich.
Ein Hotel mit kleinen Cabanas bietet hier Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen. In der Nähe befindet sich die Ruine der ehemaligen Kaffeeplantage Cafetal Isabelica aus der Kolonialzeit. Unterhalb des Hotels ist ein wundeschöner botanischer Garten angelegt, durch den die Mitarbeiter jederzeit Führungen anbieten.

 

 



Zur Provinz Santiago de Cuba gehört auch das einzigartige Erholungs- und Naturschutzgebiet von Bacanao. Neben einem großen Oldtimermuseum befindet sich ein großer prähistorischer Park auf dem von der UNESCO als schützenswertes Reservat der Biosphäre ausgewiesenen Gelände.
Für Naturliebhaber werden Bootsfahrten durch die Lagune von Bacanao angeboten. Herrliche mit Mangroven bewachsene Uferzonen wechseln sich ab mit der Aussicht über das flache Land bis zur Sierra Maestra. Zahlreiche Vögel und Fischarten leben hier, die ehemals heimischen Krokodile sind heute jedoch fast ausgestorben und in der Freiheit nicht mehr anzutreffen.

In der Provinz Santiago de Cuba ist alles zu finden, was das historische und das gegenwärtige Leben Kubas ausmacht. Von alten kolonialen Festungen bis hin zur modernen Tabakfabrik können sich Kubareisendeneinen Einblick verschaffen. Das kulturelle Leben und die umgängliche Lebensweise der Bewohner der Provinz werden auch noch lange nach der Reise in die Karibik ein unvergesslicher Eindruck bleiben.


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