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Isla de la Juventud


Isla de la Juventud ist der Name einer Insel vor der Südwestküste Kubas. Das Eiland im Golf von Batabanó ist etwa 3.055 km² groß und gilt damit als die größte Nebeninsel des kommunistischen Kuba. Geografisch wird Isla de la Juventud dem so genannten „Canarreos-Archipel“ zugerechnet, welches am südlichen Teil Kubas befindet und auf Korallenriffs zurückzuführen ist. Als wichtigster Ort der Insel gilt die Hauptstadt Nueva Gerona. Der südliche Teil der Insel ist geprägt von zahlreichen Sumpfgebieten während im Norden einige mit Pinien bewachsene Hügel und Hänge dominieren. Auch der höchste Punkt des Eilands befindet sich hier.

Der Zeitpunkt, zu dem die ersten Bewohner die Insel bevölkerten, ist heute nicht mehr genau feststellbar. Als sicher gilt aber, dass sich die ersten Siedler (Indianer und Nomaden) bereits vor 2.000 Jahren hier aufhielten. Weitere Zuwanderer kamen später auch aus Jamaika und Venezuela auf die Insel, die zu dieser Zeit noch den Namen „Siguanea“ trug.

 

 



Sowohl der Name als auch die Nutzung der Insel änderten sich mit der Landung der Spanier unter Kolumbus. Fortan nannte man das Eiland „La Evangelista“ und ein Großteil der Bewohner bestand nun aus Seeräubern und anderen halbseidenen Zeitgenossen. Auch Francis Drake soll damals hier die eine oder andere goldene Dublone versteckt haben.

Der Ruf vom heutigen Isla de la Juventud verbesserte sich auch nicht, als man hier bis zum Ende des 20. Jahrhunderts Sträflinge verwahrte. Selbst noch zu Zeiten der kubanischen Revolution saßen zahlreiche Gefangene (einschließlich Fidel Castro) auf der Insel ein, über deren tatsächliche Vergehen man heute nur noch spekulieren kann.

Um beim „Aufbau des Sozialismus“ zu helfen, kamen vor allem in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts viele junge Fachkräfte und Gastarbeiter auf die Insel, die man deswegen auch von „Kieferninsel“ in „Insel der Jugend“ umbenannte. Die Wirtschaft – insbesondere die Viehzucht, die Agrarindustrie und die Fischerei – galt es, massiv voranzutreiben und zu erweitern. Darüber hinaus entdeckte man Isla de la Juventud auch als Urlaubsinsel und Touristenziel, was auch entsprechende Erweiterungen und Angebote in diesem Bereich nach sich zog.

Heute ist Isla de la Juventud mit seinen knapp 100.000 Einwohnern ein beliebtes Reiseziel in der Karibik, in dem immer noch ein Hauch von Goldschätzen, Piratenflaggen und Seeräubern weht. Außerdem liegt die „Jugendinsel“ in einem der schönsten und spektakulärsten Tauchgebiete der Erde, die unglaubliche Unterwasservielfalt ist hier einfach nur sensationell. Neben den unzähligen exotischen Tieren findet man hier reichlich Unterwasserhöhlen, Steilhänge und natürlich immer wieder Korallenriffs.

Und was gibt es nun über Wasser auf der Insel zu sehen, die angeblich die Vorlage für „Die Schatzinsel“ von R.L. Stevenson gewesen sein soll?

 

 



Sehr interessante Höhlenmalereien beispielsweise findet man am Punta del Este. Wahrscheinlich waren hier die indianischen Ureinwohner am Werke, in dem sie ihren Alltag an den Wänden darstellten. Ein unbedingtes Muss ist auch ein Bootsausflug (wenn möglich mit einem Glasbodenboot) zu den Riffs vor der Küste. Zwischen Korallen, Haien, Rochen und Barrakudas gibt es auch die Überbleibsel versunkene Schiffe zu bestaunen und man ertappt sich unweigerlich dabei, wie man währenddessen nach einer möglichst großen Schatztruhe Ausschau hält.

Aber auch im Inneren von Isla de la Juventud kommt mit Sicherheit keine Langeweile auf. Organisierte Ausflüge (z.B. zu den „Marmorbergen um Gerona“ oder „Bahía de Siguanea“) Reiten, Quad fahren – kurzum wird alles angeboten, was den Urlaub noch ein wenig perfekter machen könnte, den hier ist man sich der Bedeutung des Fremdenverkehrs durchaus bewusst und hat sich darauf eingestellt. Und dann ist ja da auch noch das Nachtleben von Isla de la Juventud. Trotz des Inselnamens sind dann nicht nur die jungen Leute unterwegs in den Straßen und Bars, bevor dann erst weit nach Sonnenaufgang Ruhe einkehrt.

 


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