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Die kubanische Provinz Granma


Die kubanische Provinz Granma liegt im Südosten des Inselstaates am Golf von Guacanayabo. Zur Zeit der spanischen Kolonialherrschaft auf Kuba gehörte Granma zur alten Provinz Oriente. Granma hat in der Geschichte Kubas eine wichtige Rolle gespielt und war unter anderem Ausgangspunkt der kubanischen Revolution, die 1959 von hier aus begann.

 

In der Provinz gibt es zudem knapp 50 archäologische Ausgrabungsstätten an denen Spuren der kubanischen Ureinwohner zu sehen sind. Im Westen von Granma liegt die Sierra Maestra, ein schwer zugängliches, dicht bewaldetes Gebirge.

 

Es erstreckt sich von Pilon aus entlang der Küste durch die Provinzen Santiago de Cuba und Granma und teilt die ansonsten flache Landschaft der Provinz in zwei Regionen. Von diesem dünn besiedelten Gebirgszug aus begannen Fidel Castro und Che Guevara im Jahr 1959 mit der Eroberung Kubas und der kubanischen Revolution.

 

 

 

 

 

Sie landeten damals zunächst mit ihrer Yacht namens Granma an der südwestlichen Küste der heutigen Provinz Granma und schlugen ihr Hauptquartier in der Sierra Maestra auf. Nach der Yacht der Revolutionäre wurde die Provinz später benannt, so wurde sie zur einzigen kubanischen Provinz die nicht nach ihrer Hauptstadt benannt ist. In der Sierra Maestra gibt es mehrere Nationalparks. So zum Beispiel der Nationalpark Desembarco del Granma der sich im Südosten, zwischen Niquero und Cabo Cruz erstreckt. In dem Park befindet sich auch das einstige Hauptquartier der revolutionären Truppen Fidel Castros.

 

Nach Einholen einer besonderen Erlaubnis kann die so genannte Comandancia de la Plata besucht werden. Im Gebirge des Nationalparks erstreckt sich ein über 60 Kilometer langes Netz aus begehbaren Höhlen.

 

Die Ebenen des Nationalparks verdanken ihre Fruchtbarkeit und die daraus resultierende Artenvielfalt dem breiten Fluss Cauto, der sie ganzjährig mit Wasser versorgt. Sehenswert sind auch die Wasserfälle von El Salto. Der Nationalpark Desembarco del Granma wurde im Jahr 1999 von der UNESCO zum Weltnaturdenkmal erklärt und ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Naturfreunde. In der Sierra Maestra liegt auch der höchste Berg Kubas, der Pico Turquino. Der knapp 2000 Meter hohe Berg befindet sich im Nationalpark Pico Turquino auf der Grenze zwischen den Provinzen Granma und Santiago de Cuba. Der Ort Bartolomé Maso am Fuß des Pico Turquino dient Wanderern als Ausgangsort für Besteigungen des Berges. Von hier aus werden auch geführte Touren auf die Spitze des Berges angeboten.


Die Hauptstadt der Provinz Granma ist die Stadt Bayamo. Bayamo liegt im Norden der Sierra Maestra, im Landesinneren. Die Stadt hat knapp 150.000 Einwohner. Sie wurde im Jahr 1523 von den spanischen Kolonisten gegründet und bis heute sind einige der alten Bauten im Kolonialstil erhalten. Viele Traditionen der kubanischen Kultur haben sich in der Provinz und besonders in ihrer Hauptstadt erhalten. So zum Beispiel das Fahren mit den traditionellen Postkutschen. Im Zentrum der beschaulichen Kleinstadt liegt ein gut gepflegter Park mit vielen Bänken und Marmorstatuen. Hier findet wöchentlich ein Stadtfest statt bei dem auch die einheimische Spezialität, Rosquitas, gegessen werden.

 

 

 


Das beliebteste Urlaubsgebiet von Granma ist Marea del Portillo Beach an der Südost- Küste. Der Ort liegt direkt am Fuß der Sierra Maestra und eignet sich damit gut um Urlaub in den Bergen mit einem Strandurlaub zu verbinden. Die Urlaubsregion ist bekannt für ihren fast drei Kilometer langen schwarzen Sandstrand. Vor der Küste liegen einige kleine, vorgelagerte Inseln die sich gut als Ziel für Bootsausflüge eignen. Die zahlreichen Tauchcenter von Marea del Portillo Beach bieten unter anderem Touren zu den Wracks der Cervera an, die direkt vor der Küste liegen.


Die Hafenstadt Manzanillo ist ein wichtiges Zentrum des Zuckerexport. Die Stadt ist bekannt für ihr typisch kubanisches Nachtleben, abends gibt es auf vielen öffentlichen Plätzen Life- Musik. Im Zentrum des Ortes gibt es noch einige Bauten aus der Zeit der Mauren, so zum Beispiel den Hochzeitstorten- Brunnen auf dem Platz im Zentrum der kleinen Stadt.

 


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