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Parque Nacional "Alejandro de Humboldt"
Im äußersten Osten von Kuba befindet sich der bedeutendste und bekannteste Nationalpark des Landes, der „Parque Nacional Alejandro de Humboldt“. Der Park ist nach dem deutschen Wissenschaftler und Forscher benannt, weil dieser das Land zu Beginn des 19. Jahrhunderts mehrfach besuchte.
Auf einer Gesamtfläche von mehr als 70.000 ha erstreckt sich ein empfindliches, aber ausgeglichenes Ökosystem, das wegen seiner Ausdehnung, Artenvielfalt und der landschaftlichen Besonderheiten seit 2001 zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört.
Ein Teil des Nationalparks ist die eindrucksvolle Gebirgslandschaft rund um die Bergkette
„Cuchillas del Toa“ in der Nähe der Ortschaft Baracoa. Hier finden sich vor allem seltene Palmen- und Baumarten wie beispielsweise Mahagoni- und Teakbäume, aber auch uralte Kiefern und verschiedenen Farnarten kann der Besucher bewundern. Durchzogen sind die Hügel und Berge von mehr oder weniger befestigten Wanderwegen, auf denen (von sachkundigen Parkrangern) Forscher, aber auch Touristen durch den Park geführt werden. Gegen eine kleine Gebühr erschließt sich den Wanderern dann erst die volle Pracht und die überwältigende Vielfalt, die sich hier konzentriert.
Ausgangspunkt für die Erkundung ist das Besucher- und Touristenzentrum an der „Bahía de Taco“ an der Straße Moa - Baracoa. Bereits beim Bau dieser Station wurde konsequent auf den Umweltaspekt geachtet. Statt Beton, Stein und Glas wurden hier beim Bau der kleinen Hütten nur natürliche Baustoffe wie beispielsweise Stroh, Lehm und Holz verwendet.
Bereits hier bekommt der Besucher durch die eindrucksvollen Mangrovenwälder einen ersten, kleinen Einblick auf das Bevorstehende. Während einer Tour durch den Nationalpark gibt es auch immer wieder Stellen, an denen die Wege nicht weiterführen. In dem Fall wird die Exkursion dann mit dem Ruder- oder Schlauchboot fortgesetzt, wodurch man eine weitere eindrucksvolle Welt erkunden kann. Der höchste Punkt der Gegend ist der knapp 1.170 m hohe „El Toldo“, der neben weiteren sehenswerten Pflanzen- und Tierarten einen einmaligen Überblick bietet. Der Ausblick auf mehr als 1.300 seltene und exotische Pflanzenarten ist mehr als überwältigend.
Was die in den Trockenwäldern an der Küste und den höheren Regenwäldern lebende Tierpopulation betrifft, so sind es in erster Linie kleinere Maulwurfsarten sowie Spechte und Papageien, die hier eine neue Heimat gefunden haben.
Aber auch auf und in den Flüssen und Seen des Parks finden sich interessante und seltene Tiere wie die riesigen Rundschwanzseekühe oder dem nur etwa 1 cm großen „Rana Iberia“, dem kleinsten Frosch der Welt. Darüber hinaus leben hier sogar verschiedene Tiere, die nur im Osten Kubas vorkommen („Kuba-Sittich“, „Kuba-Amazone“).
Aber ganz gleich, wie vielfältig und unterschiedlich die hier vorkommenden Tier- und Pflanzenarten auch sein mögen, etwas haben doch alle gemeinsam, denn alle sind von der Ausrottung bedroht und diese Tatsache ist (wie so oft) von Menschen gemacht.
Um die Existenz des Parks langfristig zu sichern, ist man seit 2001 dazu übergegangen, ein Parkkonzept zu entwickeln, das sowohl ökologisch wie auch wirtschaftlich stimmig ist. Daher wurde zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit dem vorsichtigen Aufbau eines so genannten „Öko – Tourismus“ begonnen. Dazu gehören intensivere Touren durch den Park und die Einbeziehung der regionalen Hotels und Fremdenverkehrsbüros. Darüber hinaus ist ein kleines Museum über die Geschichte des Parks und dessen Bewohner vorgesehen. Da der Park neben den wenigen Gebühren hauptsächlich von Spenden lebt, wird auch an Schulen und bei Hilfsorganisationen für den Park geworben, um sein Fortbestehen zu sichern.
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